Stell dir vor, du stehst in einem Bahnhof. Es ist ein Bahnhof in dem die Züge durchfahren. Es ist ein großer Bahnhof mit mehr als 10 Gleisen und 1000 von auf sich selbst konzentrierten Menschen, um ihren eigenen Termine nicht zu verpassen.
Stell dir vor, in diesem Bahnhof fahren jetzt 10 Züge gleichzeitig ein, die Durchsagen überlagern sich, die Menschen werden schneller und gestresster und du hast keinen Plan, in welchen Wagen du jetzt steigen sollst.
So fühlt sich Chaos im Kopf an: viele Optionen, laute Gedanken, und am Ende bleibst du stehen, wie ohnmächtig … nicht fähig eine klare Entscheidung zu treffen.
Diese Situation erleben wir tagtäglich in unserem beruflichen Alltag. Unbeantwortete E-Mails, neue gesetzliche Grundlagen, administrative Aufgaben, Projektanfragen, Kundenwünsche, Meetings, Updates, Technik die wieder nicht funktioniert … all das frisst unsere Energie systematisch auf und blockiert unsere Entscheidungsfähigkeit.
Das muss so aber nicht sein. Ich zeige euch heute 3 Schritte, um wieder mehr Freude und Energie im Alltag zu spüren. Lust drauf?
1. Gedanken sichtbar machen
Wenn alles im Kopf herumwirbelt, hilft nur eins: Sichtbarkeit. Schreibe auf, was dich beschäftigt — nicht als To‑do‑Liste, sondern als Landkarte deiner Gedanken.
- Was sind die offenen Fragen?
- Welche Entscheidungen warten?
- Welche Gefühle begleiten dich?
Das Aufschreiben reduziert die mentale Last sofort, weil das Gehirn nicht mehr alles behalten muss. Unser Gehirn hat nämlich eine Erinnerungsfunktion, die uns alle losen Enden immer wieder aufs Tableau bringt, bis wir eine Lösung anbieten.
Was kannst du jetzt praktisch tun? Nimm dir Zeit und schreibe alles nieder, dass in deinen Gedanken herumkreist. Schreibe jeden Gedanken auf ein eigenes Post it, so dass du es später sortieren kannst.
2. Priorisieren statt perfektionieren
Die Lösung ist nicht, alle Aufgaben perfekt abzuarbeiten. Die Lösung liegt darin Prioritäten zu setzen. Was ist Dein Ziel? Um diese Frage beantworten zu können musst du meist längerfristig denken und planen. Wenn dein Ziel ist die Arbeitszeit zu erfüllen und einen Arbeitsnachweis zu haben ist eine abgehakte To-Do-Liste eine passendes Werkzeug. Wenn du aber deinen Alltag gestalten möchtest ist diese meist nicht genug. Es geht um dich und deine Lebenszeit.
Die Frage die du dir stellen solltest ist also: „Wann bin ich für mich erfolgreich und zufrieden?“
Die Antworten sind sehr individuell. Jemand möchte helfen und ist glücklich Zeit zu haben um beim Roten Kreuz zu arbeiten, jemand möchte Karriere machen, jemand eine Familie gründen.
Komplett egal was es ist. Aber erst wenn du diese Frage für dich beantworten kannst, kannst du Prioritäten setzten. Also kümmere dich drum.
3. Regeln festlegen
Regeln haben immer so einen unangenehmen Beigschmack dabei sind sie so hilfreich. Stell dir vor, du müsstest jeden morgen entscheiden, ob du dir jetzt die Zähne putzt oder nicht?
Regeln sind eine Entlastung, denn jede Entscheidung die wir weniger treffen müssen gibt uns mehr Energie für das Wesentliche zurück.
- Routinen implementieren – Mails lesen, Fokuszeit
- Kriterien für Entscheidungen festlegen (was ist wichtig, dringend, delegieren, zu vergessen)
- Selbstdisziplin – wie sehr halte ich mich an meine Regeln
Fazit
Chaos im Kopf ist kein Schicksal, sondern ein Zustand, den du verändern kannst.
Durch klare Ziele im Leben erkennst Du, was für Dich wichtig ist und kannst Prioritäten für Dich festlegen.
Dadurch lenkst Du Deine Energie auf das, was Dir wichtig ist für mehr FREUDE im Alltag.


